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Hohenpeissenberg

Vom “Bahnhof Hohenpeißenberg” zur “Haltestelle Hohenpeißenberg”

Ab dem Bergwerk in Peißenberg steigt die Strecke sodann hinauf nach Hohenpeißenberg, hindurch eines tiefen Einschnitt, der in diesem Bereich von der Bundesstraße 471 (Peißenberg-Hohenpeißenberg) überquert wird. Hier wird auch die Strecke noch von Telegraphenmasten, die noch mit den Drähten und Kabeln bespannt sind, begleitet. Auf dem halben Weg zwischen Peißenberg und Hohenpeißenberg taucht plötzlich ein noch nostalgischer Strecken-Fernsprecher auf mit seiner typischen runden Form.

 

Auf dieser Strecke mußten die Dampfloks ihre Fähigkeiten immer unter Beweis stellen, wie man es heute noch ab und zu bei historischen Dampffahrten bewundern und hören kann. Hauptsächlich wurde im Bereich des Hohenpeißenberges wegen der steilen Strecken Dampflokomotiven der Baureihe 50 eingesetzt, da sie mehr Gewicht auf die fünf Antriebs-Achsen bringen und dadurch eine bessere Traktion erreichen konnten als andere Baureihen.

Am Bahnhof angekommen, fand man früher ein Bahnhofsgebäude, das in seiner Anfangszeit ein typischer Lokalbahnhof war, wie man es im süddeutschen Raum oft sehen konnte. Das äußerliche Aussehen behielt das Bahnhofsgebäude - mit Ausnahme von kleinen Änderungen - bis zu seinem Abriß bei. Lediglich die angebaute Güterhalle wurde wie auf all den anderen Bahnhöfen geändert. Am Gebäude selber konnte man immer die schönen Blumen an den Fenstern bewundern. Die Bedienarmatur für die danebenliegende Schranke befand sich vor dem Gebäude

In den 90er Jahren wurde der Bahnhof Hohenpeißenberg zurückgebaut und zu einer Haltestelle herabgestuft. Somit wurde das marode holzverkleidete Bahnhofsgebäude von Hohenpeißenberg 1994 abgerissen und durch einen hölzernen Unterstand ersetzt. Im Laufe des Jahrs 1999 wurde noch eine Park&Ride-Anlage angefertigt. In der letzten Gemeinderatssitzung von 1999 wurde beschloßen, daß für den Park&Ride-Platz Sitzbänke angeschafft werden und das geplante Wartehäuschen wird durch eine Überdachung vorgezogen. Um den Vandalismus ein wenig vorzubeugen, empfahl Bürgermeister Karl Graf eine Laternenbeleuchtung zu installieren. Im Sommer 2000 waren die Umbauarbeiten abgeschlossen und der Haltepunkt Hohenpeißenberg präsentiert sich nun wieder als repräsentativer Haltepunkt im deutschen Schienennetz.

Im Zuge der Umfahrung und somit Neubau der B471 mußen diverse Bürckenbauarbeiten und Unterführung geschaffen werden.

Die Ortschaft Hohenpeißenberg (ca. 3000 Einw.) ist keine typische Bergkwerksortschaft wie Peißenberg, sondern lebte damals schon hauptsächlich vom Fremdenverkehr.
Auch noch Heute ist Hohenpeißenberg ein Besuch Wert. Egal ob es das Wallfahrts-Kirchlein auf den 988 Meter Hohen bayerischen Rigi ist, oder die erste europäische? Wetterstation, oder man geniest die Gastlichkeit in den Gasthäusern.
Wenn in der heutigen Zeit der Zug (VT 927) von Peißenberg gen Hohenpeißenberg fährt, und das Waldstück bei Hohenpeißenberg verläßt, sieht man auf der rechten Seite den "Bayerischen Rigi" mit der darunter liegenden Ortschaft Hohenpeißenberg. Allein dieser Anblick lädt zu einer gemütlichen Wanderung ein.

Die Haltestelle Hohenpeißenberg wird wie alle anderen Bahnhöfe auf der Pfaffenwinkelbahn und Ammerseebahn in das Konzept "Regent" integriert, d.h., man kann mit einem akzeptablen Taktverkehr auf der Strecke von Augsburg - Geltendorf - Weilheim- Schongau -Landsberg- Augsburg rechnen. Natürlich muß vorher noch die Fuchstalbahn reaktiviert werden, daß bereits im vollen Gange ist.

26. April 1979

An diesem Tag wurde die Pfaffenwinkelbahn für ca. Wochen gesperrt. Grund: Zwischen Peißenberg und Hohenpeißenberg - bei Hohenwart - drohte nach starken Regenfällen eine Wand auf die Gleise zu stürzen, da der danebenliegende Berg ins Rutschen geriet.

 

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