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Peiting-Ost

Vom großen “Bahnhof Peiting-Ost” zur Haltestelle “Peiting-Ost”

Von Hohenpeißenberg her, fällt die Strecke nach Peiting-Ost ab, durchquert ein Hoch-Moorgelände. Kurz vor Peiting-Ost erhebt sich die Strecke etwas und fällt im leichtem Gefälle auf Peiting ab. Kurz vor dem Bahnhof zweigt links das Gleis zum Bergwerk und der Fa. Kuhnert ab.
Im Bahnhof Peiting fand in den früheren Jahren reger Güterverkehr statt. Dies ist noch Heute am großzügig angelegten Bahngelände zu sehen, wie z.B. die drei Gleise, wovon ein Gleisanschluß zum ehem. Bergwerk führt.

 

Auch eine überdimensionierte Laderampe mit Verladeplatz existiert noch an den stattlichen Bahnhof, an dem noch die Bauweise aus den 30er Jahren deutlich zu erkennen ist. Am Bahnhof enden die Telegraphenmasten, die die Strecke seit Weilheim begleiten. Nach dem Bahnhof geht es über eine Straße, die mit einer Halbschranke mit Blinklicht gesichert ist eingleisig weiter zum nächsten Haltepunkt "Peiting-Nord", die nur 1,3 Kilometer entfernt ist.

Bei unbesetzten Bahnhof waren die Flügelsignale durchgestellt. Jedoch nach dem Fahrplanwechsel 12/2002 muß nun der Bahnhof bis ca. 23 Uhr besetzt sein, da in Peiting-Ost die Züge kreuzen, was vorher in Peißenberg geschah. Nun kann man auf der Pfaffenwinkel auch 218er Dieselloks und 642er (DESIRO) Triebfahrzeuge antreffen. Nach dem Fahrplanwechsel 12/2002 fahren nun die Züge von Augsburg kommend auf der Ammerseebahn bis Schongau durch. Dies hat auch einen Verwaltungswechsel für die Pfaffenwinkelbahn bedeutet. Vorher wurde die Strecke von Buchloe/Kempten betreut, jetzt wird der Streckenabschnitt von Augsburg verwaltet - inkl. Personal und Fahrzeuge. Nun kann man auch Fahrdienstleiter antreffen, die früher auf der Ammerseebahn ihren Dienst taten.

Im Bahnhofsgebäude befindet sich ein großer Schalter für Fahrkartenverkauf, jedoch die Fahrgäste müssen schon seit längerem die Fahrkarten an den Automaten kaufen. Nun ist es amtlich geworden, zum 1. September 2004 schließt der Verkaufsschalter in Peiting-Ost - Beratung bleibt. Fahrkarten können nur noch über die Nahverkehrsautomaten erworben werden. Grund der Schließung ist der Rückgang des Fahrkartenverkauf am Schalter. Von 5 Fahrkarten werden 4 am Automaten gekauft der Rest am Schalter.

VIDEO-Reisezentrum:

Peiting bekommt neben Peißenberg und Schongau Ende 2016 ein Video-Reisezentrum. Der Bahn-Mitarbeiter am anderen Ende der Leitung sitzt in Kempten.

Bahnübergang

Im Frühjahr 20001 wird der Bahnübergang (BÜ 4,5 km [von Schongau gemessen]) an der Hausener-Straße durch eine moderne Blinklichtanlage gesichert. Zum 1. November 2001 wird offiziell der Fahrkartenverkauf eingestellt. Zwischen Peiting-Ost und Schongau sind noch mehrere Bahnübergänge, die bereits optimal gesichert sind. Gleich nach der Ausfahrt nach Schongau müssen zwei Bahnübergänge überquert werden, eh es nach Peiting-Nord geht.

Rund um den Bahnhof

Auf der Straßenseite des Bahnhofsgebäude befindet sich noch heute eine Steinmauer mit einem niedrigen Geländer, das dem Bahnhof ein wenig Gemütlichkeit widerspiegelt. Natürlich darf auch eine Bahnhofsgaststätte nicht fehlen, die sich gegenüber vom Bahnhof befindet. Auch das Postamt mit der Bauweise aus den 30er Jahren befindet sich noch gegenüber vom Bahnhof.

Bahnhofsallee in Peiting wird wie geplant gebaut

Mittwoch, 15. April 2015 - Die Peitinger Bahnhofsallee wird wie geplant ausgebaut. Das hat der Gemeinderat am Abend noch einmal bekräftigt. Die Grünen hatten einen Antrag gestellt, nach dem die Bäume entlang der Straße nicht gefällt werden sollten. Etwas unverständlich, heißt es von Gemeindeseite, da die Pläne schon seit November stehen. Dabei bleibt es jetzt auch. Die Allee wird ausgebaut, dafür werden an einem Teilstück gut 10 Bäume gefällt. An anderer Stelle wird es Ausgleichspflanzungen geben.

Bergwerk

Das Gleis zum ehemaligen Bergwerk wurde von der Fa. Kunert (Strumpffabrik) genutzt, wo auf halber Strecke der Abzweig zur Firma Kuhnert besteht (siehe Bild links). Das weiterführende Gleis ging weiter durch die ehemalige Bergwerksanlage und endete bei der holzverarbeitenden Firma, wo im Werksgelände noch eine Weiche vorhanden ist. Das Bergwerk wurde 1971 stillgelegt, in dem Pechkohle (auch Glanzkohle genannt) abgebaut wurde. Die Qualität der Pechkohle entsprach die der zwischen Braunkohle und Steinkohle. Einst war es möglich untertage von Peiting über Hohenpeißenberg nach Peißenberg zu fahren. 1580 entdeckte man die Kohlevorkommen, als ein Bauernsohn beim Viehhüten ein Feuer machte und daraufhin der Boden zu brennen anfing.

Für den Übertage-Schienenverkehr waren lange Zeit 50er Dampflokomotiven eingesetzt, die sich hervorragend für die Strecke eigneten. Die Kohle wurde nach Augsburg zu den großen Firmen geliefert, die damals viel Dampf für ihre Maschinen benötigten.

 

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